„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
Friedrich von Schiller (1759-1805), dt. Dichter

Spielen liegt in der Natur des Menschen und ganz besonders in meiner. Seit ich in den 70ern als kleines Kind Pong das erste mal gespielt habe, war ich fasziniert vom elektronischen Spiel. Bereits in der unterstufe der Schule beschaffte ich mir einen VC20 mit Kassenttenrekorder und danach einen C64. Mit letzterem wurden dann auch die Aufsätze für die Schule geschrieben. Programmiert, getüftelt und eben gespielt. Der blecherne C128 von Commodore brachte mich dann endgültig in den Kreis der frühen 80er Computerfans.

Bei der "Religionsfrage" verschmähte ich Atari und schlug mich auf die Seite des mächtigeren Amiga. Einkaufstaschen voller Disketten für Spiele konnten wir zu damaligen Zeiten unser eigen nennen. Etwas sinnbefreit besass man alles was es gab und sortierte nicht gross nach Interesse und Vorlieben.



Mit meinem ersten 486er PC und 450 Mhz Prozessor stieg ich dann in die Welt der PC-Spiele ein. Da bin ich nun immer noch und ein paar Jahre später ist nicht nur die Branche erwachsen(er) geworden. Die Faszination ist nach wie vor da, die Zeit allenthalben nicht mehr ganz so. Aber jemand sagte mal: "Man ist nie zu alt zum (Computer) spielen, man wird erst richtig alt, wenn man nicht mehr spielt." Als lebender Beweis der ersten Gaming-Generation stehe ich zum Hobby, auch oder vor allem, weil sich mittlerweile gesellschaftliche Fragen mit dem Thema des elektronischen Spielens verbunden haben. Sinnlose Gewalt ist ebenso bedinungslos abzulehnen, wie verherrlichung von Krieg und Leid. Aber auch unqualifizierter Aktionismus und Themen-Populismus machen einem Spieler heute das Leben nicht leichter. Dabei verbindet (friedliches) Spielen seit jeher Kulturen und Völker.

Spielen wir.




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